Der Flughafen Wien
Der Wiener Flughafen ist der größte Flughafen Österreichs und wurde 1938 als Militärflugplatz in Betrieb genommen. Er befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Schwechat, 16 km südöstlich von Wien gelegen. Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Austrian Airlines fliegt, neben der Niki Luftfahrt GmbH, den Flughafen Wien als Heimatflughafen an.
Der Flughafen Wien in Zahlen
1954 wird der Flughafen in ziviler Form eröffnet, er besitzt eine Fläche von 1000 ha, sowie 3 Terminals, ein viertes, “Skylink”, befindet sich noch im Bau. Außerdem verfügt der Flughafen über zwei Start- und Landebahnen.
2010 beförderte der Wiener Flughafen 19.691.206 Passagiere, sowie 295.989t Luftfracht, es wurden zudem 246.146 Flugbewegungen registriert.
Im Zuge der Ost-Erweiterung der Europäischen Union hat sich der Flughafen immer mehr zu einem Langstreckendrehkreuz entwickelt, etwa 30 % der Passagiere nutzen Wien als Transitflughafen, um nach Osteuropa oder in den Nahen Osten zu reisen.
Negative Auswirkungen des Flughafenbetriebs und Lösungen
Die Verzögerungen bei der Errichtung des vierten Terminalgebäudes “Skylink”, bedingt durch eine fehlerhafte Projektsteuerung und damit einhergehenden höheren Kosten, führten zu großen Bedenken hinsichtlich der Erweiterung des Flughafens.
Hinzu kommen weitere Faktoren, wie die Fluglärmbelästigung, oder die unmittelbaren Auswirkungen auf die Umwelt. Die Betreiber des Flughafens Wien nehmen die vorgebrachten Bedenken, gerade der Anwohner, jedoch sehr ernst: So wurde beispielsweise ein Lärmschutzprogramm aufgelegt, das Zuschüsse für Lärmschutzmaßnahmen, etwa schallisolierte Fenster, vorsieht.
Auch hinsichtlich der Umweltbelastung ist der Flughafen um Lösungen bemüht, bereits 1997 wurde ein Schadstoffmeßprogramm installiert, die Belastung der Luft ist somit steuerbar und transparent. Zudem bringt der Wiener Flughafen im täglichen Betrieb umweltfreundliche Technik, wie Fernwärme, eine Verringerung des Wasserverbrauchs, oder moderne Kühlungsanlagen zum Einsatz.
Um auf die Wünsche der Betroffenen einzugehen, setzt der Flughafen auf Mediation, also den Dialog, zu diesem Zweck wurde ein Vertrag geschlossen und ein Forum gegründet, welches zwischen allen beteiligten Parteien, etwa dem Flughafen, Bürgerinitiativen oder Anwohnern vermitteln soll.