Kloster

Kloster, Kräuter, Kuren – mit Nonnen und Mönchen auf dem Weg zur eigenen Mitte

Wer früher mit dem Gedanken spielte, ins Kloster zu gehen, rechnete dort vor allem mit Verzicht und Enthaltsamkeit und im Prinzip ist das nun nicht gerade, was die Menschen in ihren kostbarsten Tagen im Jahr, nämlich ihrem Urlaub in der Regel finden wollen. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache, denn waren es zum Beispiel im Jahr 2004 noch 350 Urlauber, die ihre Ferien hinter Klostermauern verbrachten, sind es inzwischen jährlich rund 1000 Gäste, welche im einen oder anderen Kloster das gastfreundliche Angebot von Nonnen und Mönchen nutzen. Doch suchen die Urlauber dabei nur die innere Einkehr und eine Auszeit vom Stress unserer schnelllebigen Zeit, um die Freude am Leben durch die kurzfristige Abkehr von Luxus und Statussymbolen zu suchen? Tatsächlich erkennen wirklich immer mehr Menschen, dass sie ihre Zufriedenheit nicht im Überfluss unserer Gesellschaft finden und ihre Gesundheit ihrem Streben nach Erfolg opfern.

Da liegt es nah, die Lebenskraft an den energiegeladenen Orten zu finden, auf denen Klöster erbaut wurden. Hier wird zum Beispiel auch gesundes Fasten angeboten, denn gerade das Heilfasten beugt Krankheiten vor, weil man dabei den angesammelten Ballast abwirft und entschlackt. Wer gesundes Fasten praktiziert, besinnt sich wieder auf das Wesentliche und lernt, dass Gelassenheit und Ruhe eher zum Ziel führen, als die Hetzjagd, mit dem wir den Gott Mammon verfolgen. Die Klosterbrüder und –Schwestern bieten ihren Gästen aber nicht nur zur Fastenzeit ihre Unterstützung beim gesunden Fasten an, sondern folgen dem Trend, Urlauber im Kloster auf einem neuen spirituellen Weg zu begleiten, indem ihr Angebot auch Programme und Seminare wie Fastenwandern, Yogafasten, “Fasten und Golfen”, “Fasten und Tanzen“ umfasst. Der Fastenurlaub und damit verbunden gesundes Fasten, führt in der Regel zu einer lebensbejahenden Lebenseinstellung und einer positiven Haltung, die auch im Alltag hilft, gelassener zu bleiben und sich der Lebensfreude zu öffnen.

 

Bild: Peter Smola  / pixelio.de